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Tirol-heute-Beitrag über das MOHI Tirol

Am 11.05.2020 ist in Tirol heute eine Reportage von Ulrike Finkenstedt mit dem Titel »Enger Kontakt trotz Virus« gesendet worden. Am Beispiel des MOHI Tirol werden die Herausforderungen in der Mobilen Begleitung dargestellt, die die argeSODIT-Einrichtungen in der Corona-Krise zu bewältigen haben.

 

Tiroler Teilhabegesetz

Am 13.12.2017 hat der Tiroler Landtag das neue Teilhabegesetz beschlossen, und damit einen Schlussstrich unter das 34 Jahre alte Rehagesetz gezogen, das die heutige Lebenswelt von Menschen mit Behinderungen nicht mehr abgebildet hat.

Am 15.07.2019 – 1½ Jahre nach Einführung – hat MOHI-Geschäftsführer Ludwig Plangger in seiner Funktion als Obmann der argeSODIT (Dachverband der Tiroler Sozialunternehmen) in einem Tirol heute-Studiogespräch analysiert, wie das neue Gesetz umgesetzt wurde, und wo noch Handlungsbedarf besteht:

 

Mobiltelefonie mit sozialer Verantwortung

Seit Ende 2016 beschreitet das MOHI Tirol neue Wege bei der Anschaffung von Dienst-Handys.Fairphone-Logo

Seither erhalten MOHI-Mitarbeiter_innen nur mehr das FAIRPHONE, das Mobiltelefon der gleichnamigen holländischen Firma, die sich zum Ziel gesetzt hat, in der Produktion Sozial- und Umweltstandards im größtmöglichen Ausmaß zu berücksichtigen.

Punkt orangeHohe Standards setzt FAIRPHONE z.B. bei der Gewinnung der Rohstoffe. Viele für die elektronische Industrie benötigte Rohstoffe (Wolfram, Kobalt sowie die sog. „seltenen Erden“) werden zumeist unter schweren Menschenrechtsverletzungen abgebaut und dienen der Befüllung von Kriegskassen, wie z.B. im Kongo. FAIRPHONE versucht, den Abbau so weit wie möglich vor Ort zu kontrollieren und bezieht die Rohstoffe aus Ländern mit guten sozialen Standards, wie z.B. aus Ruanda.  

Punkt orangeEin weiterer Problembereich der gesamten Elektronik-Branche ist die Kurzlebigkeit der Geräte und die daraus resultierende Umweltbelastung. Das FAIRPHONE wird in Modul-Bauweise produziert, die Module können von den Konsument_innen selbst ausgetauscht werden – dadurch kann die Verwendungsdauer verdoppelt werden.

FP3_frontFP3_modular

Detailliertere Informationen zum FAIRPHONE können auf der Website der Firma gefunden werden.

Bei der Einführung eines fair produzierten und umweltfreundlichen Handys muss man sich natürlich auch Gedanken über den Umgang mit dem bestehenden Handy-Fundus machen. Es würde dem hehren Ziel widersprechen, in Zukunft im MOHI umweltfreundlich und sozialverträglich zu telefonieren, wenn wir alle alten Geräte in einem Zug durch FAIRPHONES ersetzen und dadurch einen Berg Elektronik-Müll produzieren würden. Die bestehenden Geräte müssen daher so lange weiterverwendet werden, bis sie ganz den Geist aufgegeben haben. Anfang 2020 – nach über drei Jahren mit dem FAIRPHONE 2 – haben wir die ersten FAIRPHONE 3 bekommen. Dennoch verwendet etwa die Hälfte der Belegschaft noch immer die alten SAMSUNG-Geräte.

Punkt rotMOBIL und SOZIAL – das sind zwei der wesentlichsten Begriffe, die die Arbeit des MOHI beschreiben.

Punkt rotMOBIL-Telefone mit SOZIALER Verantwortung sind daher die ideale Option für das MOHI Tirol.

 

Gewaltige CO2-Einsparung durch Öko-Strom

Seit 2011 stammt die elektrische Energie, die in den MOHI-Büros verbraucht wird, nicht mehr aus nuklearen und fossilen, sondern ausschließlich aus erneuerbaren Quellen (Solar, Wind, Biomasse und Wasserkraft).

Von 2011 bis 2018 haben wir unseren Öko-Strom von der Fa. NATURKRAFT bezogen. Seit April 2018 haben wir einen Vertrag mit der Fa. IHRE ENERGIEAGENTUR, die den Energiemarkt beobachtet und im Jahresrhythmus den Wechsel zu einem Anbieter mit besseren Konditionen organisiert. Wir haben einen speziellen Passus in unseren Vertrag hineinreklamiert, der uns bei der Anbieter-Auswahl mehr Mitsprache einräumt und garantiert, dass für uns nur Anbieter infrage kommen, die im jeweils aktuellen „Stromanbieter-Check“ von Global 2000 in den zwei besten Kategorien zu finden sind.

Über diese neue Konstruktion werden wir aktuell von der oekostrom AG mit österreichischem Strom aus 100% erneuerbaren Energiequellen versorgt.

Energieagentur                  Wasserkraft

Durch die Umstellung der Stromversorgung konnten die CO2-Emmissionen in großem Umfang reduziert werden. Nach Berechnung der Fa. NATURKRAFT hat das MOHI alleine im Jahr 2016 die beachtliche Menge von 4.663 kg CO2 eingespart, das entspricht jener CO2-Menge, die ein PKW bei einer Fahrt über 33.308 km (!) ausstoßen würde.

 

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